Nun arbeiten wir schon ein paar Jahre zusammen
Sie sind angefüllt mit bewegenden Konzerten und sehr alltäglichen Vorstellungen,
mit Menschen, die wir gerne zu unseren Freunden zählen möchten,
mit Leidenschaft und engagierten Auseinandersetzungen.
Am Anfang waren noch Wettbewerbe, die hier Preise brachten
und da nach Versagen schmeckten.
Aber immer ist es Arbeit, die wir gerne tun.
„Musik & Literatur“ ist ein Projekt, das vor allem junge Leute anspricht.
Und ein wenig sollten Sie wissen über uns:
Christian Georgi
- Flötist und Saxophonist
- Staatsexamen im Fach Flöte an der
Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ zu Berlin
- Erfahrungen als Orchestermusiker im klassischen
Bereich aber auch im
- Jazz, Blues und internationaler Folklore
- gefragter Studiomusiker
- Produktionen u.a. mit Gerhard Schöne,
Reinhard Mey, Hannes Wader, Gisela May,
Annekathrin Bürger, Maria Farantouri,
George Dalaras, Mikis Theodorakis, Esther Ofarim
Aufwachsend in Leuna, Sachsen Anhalt, schickte mich meine Mutter zur Musikschule ins nahe gelegene Merseburg. Wir haben alles mögliche ausprobiert – die Geige, die war zu klein; das Akkordeon war zu schwer, die Blockflöte allein hatte auch keine Zukunft. So bin ich bei der Querflöte als Hauptinstrument gelandet.
Nachdem meine Finger begriffen hatten, wann sie auf welcher Klappe landen mussten, spielte ich im Jugendsinfonieorchester, in einem Bläserquintett, natürlich beim Schulchor und wenig später in der Rockband „Leuna II“. Jethro Tull ließ grüßen.
Aber auch als Solist versuchte ich mich. Und als ich bei einem landesoffenen „Wettbewerb der jungen Talente“ den dritten Preis bekam, entschloss ich mich zum Musikstudium.
Vorher musste ich aber noch zum Bund. Pardon – zur NVA. Es war keine schlechte Zeit, zumal ich beinah jeden dritten Tag in Sachen Musik unterwegs war. Ich könnte Geschichten erzählen...
Ach ja, Dank noch mal an meine Zimmerkumpels, die so manches Mal für mich Wache geschoben haben, während ich meine Leidenschaft für das Saxophon entdeckte.
Hertha Mergl war eine wunderbare Lehrerin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Bei Ihr lernte ich mein Instrument wirklich kennen, und was ich heute z.B. bei internationalen Flötenseminaren weitergeben kann, bekam ich von ihr.
Sie arbeitete zuletzt am Mozarteum in Salzburg. Leider verstarb sie Anfang 2003. Ein großer Verlust vor allem für die Schüler, die sie dort hinterließ.
Während meines Studiums lernte ich Detlev kennen. Er sagte einmal: „Wenn wir fertig sind, kommst Du in mein Orchester“. Und da bin ich.
Aber ich war und bin auch immer wieder in anderen Projekten unterwegs. So tourte ich in Zusammenarbeit mit namhaften Künstlerkollegen (siehe oben) durch ganz Europa.
Irgendwann zwischendrin habe ich das Kochen zum Hobby gemacht. Meine Spezialität: Rouladen mit Rotkohl und Grünen Klößen.
Besonderer Fan bin ich vom Bergwandern, am besten weit ab von jeder Zivilisation,... wo das ist? ...Kaukasus, Karpaten! Altai wäre mein nächster Traum. Oder Anden?
Noch eins, falls mir jemand eine Freude machen möchte – mit einem guten trockenen Rotwein kann man bei mir nicht falsch liegen.
Detlev Rose
- Liedermacher
- erlernter Beruf – Koch;
- studierte später Musik und Pädagogik;
- nahm Schauspielunterricht;
- Staatsexamen im Fach Gesang an der
Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ zu Berlin;
- verschiedene Fernseh – und
Radioproduktionen
- schreibt Lieder und Geschichten
Als ich ein Kind war, gab es im Keller mancher Mietshäuser einen Raum, den man Waschküche nannte. Bis auf einen mit Holz oder Kohle beheizbaren Kessel, in dem die weiße Wäsche zu ihrer Reinigung gekocht wurde, war er leer. Die nackten gekalkten Wände sorgten für einen Hall, in dem man seine Stimme regelrecht baden konnte. So empfand ich das damals und begriff, warum mich der Gesang in der Kirche oft so tief berührte. Ein Trick!?
Jedenfalls, wenn meine Mutter keine Wäsche und ich Lust zum Singen hatte, dann ging ich in die Waschküche.
Im Schulchor war ich nie. Ich weiß bis heute nicht, warum. Vielleicht war das damals „uncool“.
Dabei war mein Musiklehrer, er hieß Herr Harzer, und wir haben damals Witze gemacht, ein sehr guter. Darüber hinaus habe ich ihn als engagierten und freundlichen Menschen in Erinnerung. Sein Gesicht strahlte bei der Arbeit. Das ist selten geworden...
Jedenfalls suchte ich mir nach Ausbildung und Wehrdienst ein gutes Dutzend Schüler und Auszubildende (Lehrlinge hieß das damals), und wir wurden eine Singegruppe.
Schon während des Studiums entschied ich mich für das „kleine“ Lied, das oft so große Wirkung hat. Die Oper war es eh nicht. Aber auch kein Pop, kein Jazz, kein Musical. Wahrscheinlich fehlt mir da die Begabung. Wobei ich betonen möchte, dass wir alle möglichen musikalischen Ausdrucksformen in unserem „Zwei-Mann- Orchester“ nutzen. Christian verfügt da über eine unglaubliche Musikalität. Aber ich wollte noch anmerken, dass ich bis heute vor großen Bühnen auch großen Respekt habe. Die muss man ausfüllen können.
Jedenfalls entwickelten Christian und ich in unserem zweiten Studienjahr unser erstes gemeinsames (kleines) Liedprogramm.